Das „innere Kloster“
- paulineocist
- vor 20 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Wie Du klösterliche Stille in Deinen Alltag bringst
Vielleicht kennst du das: Dein Terminkalender ist voll, das Smartphone vibriert ständig, und am Ende des Tages fühlst du dich innerlich leer, obwohl du so viel erledigt hast. Da ist diese leise Sehnsucht nach einem Ort, an dem die Zeit anders fließt. Nach einem Ort, der Stille atmet.
Doch die Wahrheit ist: Du musst nicht unbedingt hinter Klostermauern leben, um diese Ruhe zu finden. In jedem Menschen gibt es einen Raum der Stille – ich nenne ihn das „innere Kloster“.

Was ist das „innere Kloster“? Das innere Kloster ist kein Teil von Dir, der die Welt ablehnt. Im Gegenteil: Es ist der Teil Deines Herzens, der fest in Gott verankert ist. Als Zisterzienserinnen pflegen wir dieses innere Leben durch das Stundengebet und die Arbeit. Aber dieser „monastische Raum“ steht jedem offen. Es geht darum, eine Haltung der Achtsamkeit und der Hingabe zu kultivieren, egal ob Du gerade in der Küche stehst, im Büro arbeitest oder Kinder erziehst.
Drei Wege, in Dein inneres Kloster im Alltag einzutreten:
Die heilige Unterbrechung: Im Kloster unterbrechen wir unsere Arbeit mehrmals am Tag für das Chorgebet. Das kannst du auch: Setze dir ein Signal am Handy oder nutze den Moment, bevor du den Computer hochfährst. Halte für zwei Minuten inne. Atme tief durch. Erinnere dich daran, dass Gott in diesem Moment bei dir ist. Diese kurzen „Anker“ verhindern, dass der Tag einfach an dir vorbeirauscht.
Ora et Labora (Bete und Arbeite): Versuche, eine einfache Tätigkeit – wie das Abspülen oder den Weg zum Supermarkt – als Gebet zu sehen. Du musst dabei keine großen Worte machen. Es reicht die Intention: „Herr, ich tue dies jetzt für Dich.“ Das macht das Alltägliche heilig.
Die erste Viertelstunde gehört Gott: Bevor Du deine Nachrichten checkst oder die To-Do-Liste des Tages durchgehst, schenke der Stille die ersten 15 Minuten deines Tages. Ein kurzer Psalm, ein geistlicher Text oder einfaches Schweigen bereiten den Boden, auf dem deine Seele aufblühen kann.
Fazit:
Das innere Kloster zu entdecken bedeutet, sich daran zu erinnern, dass man ein geliebtes Kind Gottes ist – mitten im Trubel der Welt. Es ist ein lebenslanger Weg der Übung und der Sanftmut mit sich selbst.
Unsere Einladung an Dich:
Manchmal braucht Dein inneres Kloster eine Stärkung, damit das Fundament und die Mauern wieder stabil stehen. Wenn Du spürst, dass Dein Akku leer ist und Du tiefer in die klösterliche Erfahrung eintauchen möchtest, laden wir Dich in die Abtei Seligenthal ein. Hier kannst du mit uns den Rhythmus des Klosters teilen und gestärkt in Dein Leben zurückkehren.



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